Weyand Werkstatt

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Entspannt Reisen - Entspannt in die Werkstatt

reifenwechsel1942


"Was länger hält, kost weniger Geld!"


... hat Vati früher immer gesagt. Wie einfach und weise das doch ist.

Doch nicht nur bei ihm haben die langen Jahre der Praxis als Kraftfahrer, Bastler und Profi zu einem großen Erfahrungsschatz geführt. Viele der "alte Hasen" haben inzwischen so ihre wertvollen Tipps in der Tasche. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, wollen wir diese Schätze an dieser Stelle Stück für Stück als kleinen Info-Blog veröffentlichen.

Durch einen gutgemeinten Rat lassen sich schließlich Fehler vermeiden, die andere schon begangen haben. So lässt sich's entspannter Reisen und der nächste Werkstattbesuch wird vielleicht auch nicht so teuer.

Einiges aus unserer Sammlung wird Ihnen womöglich schon bekannt vorkommen. Genießen Sie dann für sich das schöne Gefühl, zu wissen, dass Sie etwas schon lange richtig machen.

Tipp 01: Barfuß Autofahren erlaubt?

Dass Autofahren barfuß, mit Badelatschen oder in Skistifeln generell verboten sein soll, stimmt nicht. Man muss allerdings jederzeit sein Fahrzeug sicher führen können. Führt ein Pedalabrutscher zum Unfall, kann diese Fahrweise als "grob fahrlässig" gelten. Dann reagiert nicht nur der Versicherer sauer.


Tipp 02: Regelmäßig trinken

Ihr Körper braucht einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Sinkt er zu stark, führt dies zur Blutverdickung. Sie reagieren bereits vor dem wahrnehmbaren Durstgefühl langsamer und Ihre Konzentration lässt nach. Der erfahrene Kraftfahrer hat deshalb immer eine große Flasche stilles Mineralwasser dabei. "Stilles" schmeckt vielleicht nicht so gut, trinkt sich aber besser und verklebt den Gaumen nicht so wie Limonaden.

P.S.: Mit Mineralwasser lässt sich notfalls auch eine leere Scheibenwaschanlage auffüllen. ;-)


 

Tipp 03: Üble Gerüche im Auto

Ob Hundehaare, Zigarettenqualm, Schuhprofilrückstände aus der Dresdner Neustadt oder faulendes Kondenswasser unter Gummimatten... die Ursachen von unangenehmen Gerüchen im Auto sind vielfältig. Teure Spezialreiniger aus dem Autofachhandel müssen es deswegen aber noch lange nicht sein. Sehr effektiv sind einfache Desinfektionsspray's aus dem Supermarkt (Vibasept,Sagrotan). Was uns so übel in die Nase steigt, sind zumeist Abfallprodukte von Mikroorganismen. Und genau die bekämpft man mit den "Desi-Spray's".

Für besonders hartnäckige Fälle gibt es außerdem noch die professionelle Hardcorelösung: OZON! Für rund 45 Euro und zwei Stunden wird der Innenraum des Autos mit diesem sehr wirksamen Gas behandelt. Angeboten wird die Ozon-Begasung vorwiegend von großen Autohäusern und Werkstattketten.


 

Tipp 04: Verbandskasten

In jedem Kraftfahrzeug muss ein Verbandskasten mit einer bestimmten Mindestausstattung vorhanden sein(DIN 13 164, §35h StVZO). Soweit, so gut.
Ein Ablauf- oder Haltbarkeitsdatum ist im Gesetz allerdings nicht erwähnt!
Wenn also der Hersteller meint, dass Sie aller 5 Jahre Ihren Verbandskasten austauschen sollten, müssen Sie dies nicht unbedingt auch tun. Und ein Verwarngeld nur wegen dem überschrittenem Sanikasten-Verfallsdatum darf Ihnen also auch nicht abgeknöpft werden. ;-)


 

Tipp 05: Reifenpannenspray

Wenn der Reifen zischt, zischen Sie zurück. Ganz ohne Reifendemontage und ohne schmutzige Hände geht das mit einem "Reifenpilot"-Spray. Im Handel gibt es mehrere Anbieter solcher Produkte.

Ist der Reifen platt und noch nicht "zerlegt", schraubt man einfach den Schlauch vom Spray aufs Ventil. Nun wird der halbe Sprayinhalt (ein Latexschaumgemisch) in den Reifen gefüllt. Dann fährt man ein paar Meter, damit sich die Mischung gut verteilt. Füllt noch den Rest der Flasche nach. Nun ist etwa den halbem Reifeninnendruck drauf (ca. 1bar). Fertig. Zum Abschluss gehts dann mit bis zu 80 km/h an die nächste Tankstelle für den vollen Reifeninnendruck.

P.S.: Wir kennen übrigens Fälle, wo solche "geflickte" Reifen mehrere hundert Kilometer aushielten.


 

Tipp 06: Das Handy als Taschenlampe

Ein Problem kommt immer im ungünstigsten Moment und taucht an der ungünstigsten Stelle auf. In vielen solchen Fällen wäre es nützlich, eine Taschenlampe zu haben. Bleibt sie aber länger unbenutzt und bei hohen Temperaturen im Auto, verliert die Batterie um so schneller an Leistung.

Die oft angepriesenen Kurbel- oder Schüttellampen, mit denen wie bei einem Fahrraddynamo ein kleiner Akku aufgeladen wird, sind jedoch auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Auch hier lässt die Akkuleistung wahrscheinlich genau dann nach, wenn Sie die heruntergefallene Schraube im Dunkel gerade eben aufheben wollten.

Für fast jedes Handy, auch die älteren Modelle, gibt es aber mittlerweile Taschenlampen-Apps. Sie schalten das Display auf "weiß", "hell" und "Dauerbetrieb". Sie werden überrascht sein, wie gut es sich damit im Dunkeln funzeln lässt.


 

Tipp 07: Warnwesten

Muss man oder muss man nicht?

Für privat genutzte Autos sind sie auch 2012 noch nicht Pflicht. Bei dienstlich genutzten Autos (Freiberufler, Gewerbetreibende usw.) und im Ausland ist das anders. Da ist das Mitführen einer Warnweste Pflicht. Doch auch privaten Fahrzeugnutzer sollte eine Warnweste dabei haben. Die Anschaffungskosten sind eher gering. Aber Sie werden wirklich viel besser gesehen (vor allem Nachts) und geben den anderen Verkehrsteilnehmern die Chance, früher zu reagieren.


 

Tipp 08: Klare Sache Autoscheibe

Besonders schnell werden Scheiben blind, wenn sie lange nicht gereinigt wurden. Denn mit der Zeit lagert sich auf ihnen eine hauchdünne ölig-schmierige Fettschicht ab. Sie ist zunächst unsichtbar, bis sich eben ein Wassernebel darauf niederlässt. Auf der Schmutzschicht bricht sich das Licht dann noch ungünstiger und es kommt zu den störenden Reflexionen.
Für eine schnelle Abhilfe unterwegs eignet sich am besten ein Microfaser-Scheibentuch, welches die kleinen Nebeltröpfchen besonders gut aufsaugt. Der Schmierfilm selbst geht schon mit lauwarmen Spülwasser sehr gut ab. Trockenreiben mit Küchenkrepp oder Microfasertuch vermeidet lästige Streifen und Schlieren.
P.S.: Im Winter richtig herum eingeparkt, friert Ihre Frontscheibe nicht so schnell zu. Achten Sie bei Gelegenheit darauf, Ihr Auto mit der Frontscheibe zu einer Gebäudewand hin abzustellen. Zwischen der Wand und Ihrem Auto entsteht ein günstiges Mikroklima, welches eine Spur wärmer und trockener als die Umgebung ist.


 

Tipp 09: Warndreieck

Bei einer Panne auf der Autobahn müssen Sie Ihr Warndreieck etwa 200 Meter hinter Ihrem PKW aufstellen. Wussten Sie, dass das dafür immerhin rund 250 Schritte nötig sind?

Legen Sie diese Strecke wenn möglich immer hinter der Leitplanke zurück. Vergessen Sie nachher nicht, Ihr Warndreieck wieder mitzunehmen. Legen Sie als Gedächtnisstütze die Verpackung Ihres Warndreiecks oder einen Notizzettel auf Ihren Fahrersitz.


 

Tipp 10: Die "O"-Regel bei Winterrädern, Reifen-Tipps

Eine gute Eselsbrücke für den Wechsel Ihrer Winterräder ist die "O"-Regel. Im "O"ktober kommen sie drauf und zu "O"stern wieder herunter.

Tauschen sie Ihre Räder dabei jedesmal achsweise von vorn nach hinten. Das führt zu einer gleichmäßigeren Profilabnutzung auf allen Reifen. Bevor Sie Ihre Räder einlagern, markieren Sie mit einem Kreide- oder Fettstift auf den Innenseitenseiten die bisherige Position (z.B. mit "VL" für vorn-links, "VR" vorn-rechts, "HL" hinten-links und "HR" für hinten-rechts).

Prüfen Sie mindestens 1x im Quartal den richtigen Reifendruck. Immer am kalten Reifen! Bei warmgefahrenen Reifen erwärmt sich auch die Luft darin, wodurch der Innendruck steigt.


 

Tipp 11: Kraftstoff sparen

Fahren Sie mit "Zen". Ruhig, gelassen, mit niedrigen Drehzahlen und mit mittlerer Geschwindigkeit. Wenn Sie beispielsweise mit ihrem PKW etwa 80 km/h bis zur Ostsee fahren würden, kämen sie auf einen Benzinverbrauch von nur rund 6 Litern auf 100 Kilometern.

Geben Sie nach dem Starten nicht unnötig Gas. Die Kaltstartautomatik Ihres Motors regelt das schon. Den Motor aufheulen zu lassen, ist nicht nur schlecht fürs Material. Weil kalte Motoren sehr "fett" laufen, kostet es auch immens viel Benzin.

Wenn Sie können, sollten Sie Kurzstrecken von weniger als 5 km vermeiden und lieber mit dem Fahrrad fahren.

Fahren Sie vorausschauend und lassen Sie den Motor bremsen, indem Sie einfach vom Gas gehen. Durch die Schubabschaltung verbraucht Ihr Motor in solchen Momenten keinen Sprit. Ist abzusehen, dass Sie irgendwo länger als eine Minute warten müssen, stellen Sie den Motor ab.

Ihre Klimaanlage kann Sie mehrere Liter Benzin auf 100km zusätzlich kosten. Der Kühlmittelkompressor hat einen kräftigen Widerstand, den der Motor zusätzlich überwinden muss.

Eine unter Volllast arbeitende Lichtmaschine bremst Ihren Motor ebenfalls aus. Bei Dauerlicht und dickem 1.000 Watt Musiksound muss sie eher und öfter Ihre Autobatterie laden. Der Drehwiderstand der Lichtmaschine steigt und bremst Ihren Motor ab. Sie müssen mehr Gas geben... und das kostet...


 

Tipp 12: Empfehlungen für lange Reisen

Was machen Sie eigentlich beim Autofahren? Nun, sie sitzen offensichtlich die ganze Zeit "nur" herum. Je länger, um so tiefer wird Ihr Kreislauf in den Ruhemodus versinken.

Frischen Sie also sich und ihren Körper auf längeren Fahrten immer wieder auf. Warten Sie nicht erst auf deutliche Ermüdungserscheinungen. Legen Sie Pausen ein und bringen Sie Ihren Kreislauf wieder in Schwung. Bewegen Sie sich, trinken Sie reichlich und essen Sie nur leicht. Riskieren Sie lieber 5 Minuten Pause als gefährlichen Sekundenschlaf.


 

 

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